Häufige Fragen zu AnythingMCP
Kurze, sachliche Antworten zu MCP, zu den KI-Clients, mit denen AnythingMCP funktioniert, zum Bau von Connectors, zu Sicherheit, Preisen und Einrichtung.
Grundlagen
Was ist MCP (Model Context Protocol)?
MCP, das Model Context Protocol, ist ein offener Standard, mit dem KI-Assistenten wie Claude, ChatGPT, Copilot, Gemini und Cursor externe Tools strukturiert aufrufen können. Ein MCP-Server beschreibt seine Tools mit Namen, Beschreibung und Parametern, und der KI-Client entscheidet im Gespräch, wann er eines aufruft und was er übergibt. Weil MCP ein Standard ist, funktioniert ein MCP-Server in jedem Client, der das Protokoll spricht.
Was ist ein MCP-Connector?
Ein MCP-Connector stellt eines deiner Systeme, etwa eine API, eine Datenbank oder einen internen Dienst, als Satz von Tools bereit, die Claude, ChatGPT oder Copilot im Gespräch aufrufen können. Ein Connector für ein ERP bietet zum Beispiel Tools wie list_invoices oder create_quote. Claude nennt solche Remote-MCP-Server Custom Connectors. In AnythingMCP ist ein Connector Konfiguration, kein Code: Du zeigst auf das System, und die Tools werden erzeugt.
Was ist ein MCP-Gateway?
Ein MCP-Gateway ist ein einzelner Server zwischen deinen KI-Clients und vielen Backend-Systemen. Statt für jedes System einen eigenen MCP-Server zu betreiben, betreibst du ein Gateway, das alle bündelt, die Anmeldung übernimmt, entscheidet, welcher Nutzer welches Tool aufrufen darf, und jeden Aufruf protokolliert. AnythingMCP ist ein Open-Source-MCP-Gateway: REST-APIs, SOAP-Dienste, GraphQL, SQL-Datenbanken und sogar andere MCP-Server liegen hinter einem Endpunkt.
Was macht AnythingMCP?
AnythingMCP macht die Software, die dein Unternehmen schon nutzt, zu Tools für Claude, ChatGPT, Copilot, Gemini und Cursor. Du importierst eine OpenAPI-Spezifikation, eine WSDL, ein GraphQL-Schema oder eine Datenbankverbindung oder installierst einen fertigen Connector, und AnythingMCP erzeugt die MCP-Tools ohne Code. Es läuft als AnythingMCP Cloud mit Hosting in Frankfurt oder auf deiner eigenen Infrastruktur und wird von der helpcode.ai GmbH in Freiburg entwickelt.
Was ist der Knowledge Graph von AnythingMCP?
Der Knowledge Graph von AnythingMCP ist eine private Karte, wie deine angebundenen Systeme zusammenhängen: welche Entitäten sie teilen und wie Daten zwischen ihnen fließen. Damit kann ein Agent einen Kunden im CRM mit seinen Aufträgen im ERP verknüpfen, ohne dass man ihm erklärt, wie, und die Tools in der richtigen Reihenfolge aufrufen. Das unterscheidet ein Gateway, das Aufrufe nur weiterreicht, von einem, das weiß, wie deine Systeme zusammenpassen.
KI-Clients
Welche KI-Clients funktionieren mit AnythingMCP?
AnythingMCP funktioniert mit jedem Client, der Remote-MCP-Server unterstützt, darunter Claude (Claude.ai, Claude Desktop und Claude Code), ChatGPT, GitHub Copilot, Gemini, Cursor und Meta Muse. Alle bekommen dieselben Tools über dieselbe Gateway-URL: Du baust einen Connector einmal und nutzt ihn überall, auch in mehreren Clients gleichzeitig. Clients melden sich per OAuth 2.0 oder mit einem persönlichen MCP-API-Key an, und jeder Nutzer sieht nur die Tools, die seine Rolle erlaubt.
Wie füge ich AnythingMCP zu Claude hinzu?
Am schnellsten geht es über das Connector-Verzeichnis von Claude, in dem AnythingMCP gelistet ist: Öffne AnythingMCP im Claude Directory, klick auf „Connect“, melde dich bei AnythingMCP Cloud an und wähle, welche MCP-Server Claude nutzen darf. Für ein selbst gehostetes Gateway oder einen einzelnen MCP-Server kopierst du dessen MCP-URL und fügst sie unter „Customize → Connectors“ als Custom Connector hinzu; in Team- und Enterprise-Plänen macht das ein Owner in den Organisationseinstellungen. Claude bietet Custom Connectors in den Plänen Free (ein Connector), Pro, Max, Team und Enterprise an, und ein Connector in deinem Konto funktioniert auch in Claude Desktop. In Claude Code nutzt du claude mcp add. Mehr unter Claude Connectors und in den Claude-Anleitungen.
Kann ich AnythingMCP mit ChatGPT nutzen?
Ja, ChatGPT bindet AnythingMCP als eigenen MCP-Server an. Öffne in ChatGPT im Web, in den kostenpflichtigen Tarifen, Plugins, klicke auf + und wähle Add custom MCP server, dann trägst du die MCP-URL deines Gateways mit OAuth ein; den Developer mode brauchst du dafür nicht mehr. In Business-, Enterprise- und Edu-Workspaces legt ein Admin fest, wer das darf. AnythingMCP liefert das MCP-Backend: Tools, Anmeldung und Datenzugriff. Eine vollständige ChatGPT-App mit eigener Oberfläche braucht zusätzlich OpenAIs Apps SDK. Siehe ChatGPT Apps und die ChatGPT-Anleitungen.
Funktioniert AnythingMCP mit GitHub Copilot, Gemini und Cursor?
Ja, GitHub Copilot, Gemini und Cursor verbinden sich alle über dieselbe MCP-URL mit AnythingMCP. GitHub Copilot nutzt sie aus Copilot Chat in Visual Studio Code, Gemini CLI liest sie aus seiner settings.json und Cursor aus ~/.cursor/mcp.json, jeweils mit deinem MCP-API-Key im Header X-API-Key. Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen findest du für GitHub Copilot, Gemini und Cursor.
Connectors
Gibt es fertige Connectors?
Ja, der AnythingMCP-Marketplace listet mehr als 680 fertige Connectors, darunter DATEV, DHL, Personio, weclapp, Shopware und WooCommerce. Du installierst einen, fügst die Zugangsdaten des Systems ein, und seine Tools stehen wenige Minuten später in deinem KI-Client bereit. Jeder Connector aus dem Katalog liegt auch im Open-Source-Repository, selbst gehostete Instanzen bekommen also dieselben. Stöbere im Marketplace.
Kann ich einen Connector für meine eigene API bauen?
Ja, ein Connector für deine eigene oder interne API ist der Hauptanwendungsfall. Lade eine OpenAPI/Swagger-Spezifikation, eine Postman-Collection oder einen cURL-Befehl hoch oder lies ein GraphQL-Schema ein, und jeder Endpunkt wird zum Entwurf eines MCP-Tools. Im visuellen Editor benennst du Tools um, schreibst Beschreibungen neu, blendest Parameter aus und setzt Standardwerte. Code brauchst du nicht, und die MCP-Bridge stellt sogar andere MCP-Server hinter dasselbe Gateway.
Unterstützt AnythingMCP SOAP, WSDL und Altsysteme?
Ja, AnythingMCP liest eine WSDL ein und macht aus jeder SOAP-Operation ein MCP-Tool, auch für WCF und ältere Unternehmensdienste wie SAP-SOAP-Schnittstellen. WS-Security, Basic Auth und TLS-Client-Zertifikate sind eingebaut. Das Altsystem bleibt, wie es ist: Nichts muss neu geschrieben oder migriert werden, bevor ein KI-Agent es aufrufen kann. Die Seite zu Altsystemen behandelt SOAP und On-Prem-Datenbanken im Detail.
Kann ich eine Datenbank direkt anbinden?
Ja, AnythingMCP verbindet sich direkt mit PostgreSQL, MySQL, MariaDB, Microsoft SQL Server, Oracle, SQLite und MongoDB und stellt sie als MCP-Tools bereit. Datenbank-Connectors sind standardmäßig schreibgeschützt: Ein Agent kann Daten abfragen, aber nicht ändern, solange du Schreibzugriffe nicht erlaubst. Das funktioniert auch mit On-Prem-Datenbanken, etwa einem MSSQL-Server, der nur im eigenen Netz erreichbar ist, wenn AnythingMCP selbst gehostet daneben läuft.
Funktioniert es mit On-Prem-Systemen hinter VPN oder Firewall?
Ja, für On-Prem-Systeme betreibst du AnythingMCP selbst gehostet in deinem eigenen Netz, direkt neben den angebundenen Systemen. So muss das ERP oder die Datenbank nie ins Internet. Nur der MCP-Endpunkt des Gateways muss für deinen KI-Client erreichbar sein. Zugangsdaten und Audit-Log bleiben in deiner eigenen PostgreSQL. AnythingMCP läuft auf Docker, Railway oder DigitalOcean.
Sicherheit und Compliance
Wo werden meine Zugangsdaten gespeichert?
AnythingMCP speichert jeden API-Key, jedes Passwort und jedes OAuth-Refresh-Token mit AES-256-GCM verschlüsselt in der PostgreSQL-Datenbank des Gateways, und nur das Gateway kann sie entschlüsseln. Der KI-Client sieht sie nie: Claude oder ChatGPT bekommen nur die Tools, nicht die Zugangsdaten dahinter. Beim Self-Hosting gehört diese Datenbank dir und nichts erreicht unsere Server; bei AnythingMCP Cloud liegt sie in Frankfurt.
Gibt es ein Audit-Log, was die KI tut?
Ja, AnythingMCP schreibt für jeden Tool-Aufruf einen Eintrag ins Audit-Log: wer welches Tool wann mit welchen Argumenten aufgerufen hat, was zurückkam, wie lange es dauerte und ob es erfolgreich war. Das Audit-Log ist in jedem Plan enthalten, auch in der kostenlosen Community Edition und im Cloud-Test. Beim Self-Hosting liegt es in deiner eigenen Datenbank, und du kannst es mit SQL abfragen.
Kann ich steuern, wer welche Tools nutzen darf?
Ja, AnythingMCP hat Nutzer und Rollen (Admin, Developer und Viewer, dazu eigene Rollen beim Self-Hosting und in der Cloud ab dem Team-Plan). Du gibst jeden Connector für bestimmte Nutzer oder Teams frei und schaltest einzelne Tools pro Rolle an oder aus, etwa list_invoices erlauben, create_quote aber nicht. Jede Person bekommt ihren eigenen MCP-API-Key, so sieht ihr KI-Client nur die Tools, die sie nutzen darf, und das Audit-Log zeigt, wer was getan hat.
Unterstützt AnythingMCP SSO und SCIM?
Ja, beim Self-Hosting. Single Sign-on und SCIM-Provisioning gehören zur Enterprise-Edition von selbst gehostetem AnythingMCP; als Admin kannst du beides unter Settings → License 30 Tage lang auf deiner Instanz testen, ohne Zahlungsdaten. Die Anmeldung läuft über Microsoft Entra ID, Google, Okta, Auth0, GitHub oder jeden OIDC-Anbieter wie Keycloak, und die Rollen in AnythingMCP folgen bei jeder Anmeldung den Gruppen in deinem Verzeichnis. SCIM funktioniert mit Microsoft Entra ID: Konten werden automatisch angelegt, aktualisiert und deaktiviert, und mit der Deaktivierung funktionieren auch die MCP-API-Keys der Person nicht mehr. Als Admin kannst du SSO außerdem für den ganzen Workspace verpflichtend machen. Auf AnythingMCP Cloud gibt es SSO und SCIM nicht. Anleitungen: SSO und SCIM mit Entra ID.
Ist AnythingMCP DSGVO-konform nutzbar, und wo liegen die Daten?
AnythingMCP Cloud wird in der EU gehostet, in Frankfurt, und zu jedem bezahlten Plan gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Anbieter ist die helpcode.ai GmbH, ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Freiburg im Breisgau. Wenn deine Daten deine Infrastruktur überhaupt nicht verlassen dürfen, hostest du AnythingMCP selbst: Dann erreicht nichts unsere Server. Wie wir entwickeln und mit Sicherheit umgehen, steht auf der Trust-Seite.
Was bedeutet die KI-Verordnung (EU AI Act) für AnythingMCP?
Im Sinne der KI-Verordnung enthält das AnythingMCP-Gateway selbst keine KI: Es leitet Tool-Aufrufe weiter und gibt Ergebnisse zurück. Die optionalen KI-gestützten Funktionen sind standardmäßig aus und brauchen eine ausdrückliche Freigabe je Workspace. Für deine eigenen Pflichten liefert es Audit-Log, rollenbasierten Zugriff, Berechtigungen pro Tool und die Freigabe jedes Tools durch einen Menschen. Details auf der Seite zur KI-Verordnung; sie ist keine Compliance-Zertifizierung.
Preise und Lizenz
Ist AnythingMCP kostenlos?
Ja, die Community Edition von AnythingMCP ist unter der Open-Source-Lizenz AGPL-3.0 kostenlos selbst zu hosten, für bis zu 3 aktive Nutzer und mit unbegrenzten Connectors, und die kommerzielle Nutzung im eigenen Unternehmen ist eingeschlossen. Eine Enterprise-Lizenz bringt mehr Nutzer, Single Sign-on und SCIM. Die eine Bedingung der AGPL: Wenn du AnythingMCP veränderst und anderen als Netzwerkdienst anbietest, musst du deine Änderungen veröffentlichen. Der Quellcode liegt auf GitHub, und die Seite zur Community Edition zeigt, wie du sie betreibst.
Was kostet AnythingMCP Cloud?
AnythingMCP Cloud beginnt mit einem kostenlosen Test über 7 Tage. Danach kostet Starter 19 € pro Monat (5 Connectors, 3 MCP-Server, 1 Nutzer) und Team 49 € (15 Connectors, 10 MCP-Server, 3 Nutzer). Enterprise mit unbegrenzten Nutzern gibt es auf Anfrage. Die Preise sind in Euro inklusive Mehrwertsteuer, jährliche Abrechnung ist günstiger. Details auf der Preisseite.
Was enthält der kostenlose Cloud-Test?
Der Test von AnythingMCP Cloud ist 7 Tage lang kostenlos und umfasst 5 Connectors, 3 MCP-Server und 1 Nutzer, mit vollständigem Audit-Log ab dem ersten Aufruf. Du registrierst dich mit einer E-Mail-Adresse, ohne Kreditkarte und ohne Verkaufsgespräch, und dein Workspace wird in Frankfurt gehostet. Nach dem Test wählst du einen bezahlten Cloud-Plan; die selbst gehostete Community Edition bleibt kostenlos. Hier geht's los.
Wann brauche ich fürs Self-Hosting eine Lizenz?
Die Community Edition ist unter der AGPL-3.0 kostenlos, umfasst bis zu 3 aktive Nutzer und eignet sich für private Nutzung, Ausbildung und Evaluierung. Für den Einsatz im Unternehmen gibt es Lizenzschlüssel: Starter (12 € pro Monat, 1 Nutzer) und Team (24 € pro Monat, bis zu 3 Nutzer) mit E-Mail-Support und Prioritäts-Updates. Enterprise ergänzt unbegrenzt viele Nutzer, Single Sign-on und SCIM-Provisioning, White-Label, individuelle Verträge und ein vertragliches SLA; Single Sign-on und SCIM kannst du als Admin unter Settings → License 30 Tage lang testen. Wenn du AnythingMCP veränderst und anderen als Dienst anbietest, ohne deine Änderungen zu veröffentlichen, brauchst du eine kommerzielle Lizenz ohne die Copyleft-Pflicht der AGPL-3.0. Dafür oder für White-Label und OEM schreib uns.
Einrichtung
Wie lange dauert die Einrichtung des ersten Connectors?
Die Einrichtung des ersten Connectors dauert etwa fünf Minuten für eine REST-API mit OpenAPI-Spezifikation oder einen fertigen Connector aus dem Marketplace; komplexe WSDLs und große Datenbankschemata dauern etwas länger. Bei AnythingMCP Cloud musst du nichts installieren. Beim Self-Hosting startet das Setup-Skript den ganzen Stack in etwa zwei Minuten. Code brauchst du an keiner Stelle.
Wie hoste ich AnythingMCP selbst?
Um AnythingMCP selbst zu hosten, brauchst du nur Docker und Docker Compose: Klone das Repository und starte das interaktive Setup-Skript. Es erzeugt die Secrets, richtet PostgreSQL und Redis ein und startet alle Dienste. Für den Produktivbetrieb gibt es ein Railway-Template und ein 1-Klick-Image für DigitalOcean. Die Befehle stehen auf der Seite zur Community Edition.
Soll ich AnythingMCP Cloud oder Self-Hosting wählen?
Wähle AnythingMCP Cloud, wenn du keinen Betriebsaufwand willst: Wir kümmern uns in Frankfurt um Datenbank, Updates, Backups und Skalierung, und du startest mit einem kostenlosen Test über 7 Tage. Wähle Self-Hosting, wenn Zugangsdaten und Daten auf deiner eigenen Infrastruktur bleiben müssen oder deine Systeme nur im eigenen Netz erreichbar sind. Beide nutzen dasselbe Gateway, Dashboard, dieselben Connectors und dasselbe Audit-Log; die Preisseite vergleicht die Pläne. Single Sign-on und SCIM gibt es nur beim Self-Hosting, mit der Enterprise-Edition.
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